16 Personen haben sich für ihre Betriebe zu Pflegelots*innen weiterbilden lassen. Bei der öffentlichen Abschlussveranstaltung präsentieren sie ihre Ideen und erhalten ihre Zertifikate:

Immer mehr Beschäftigte kümmern sich aktiv um hilfebedürftige Angehörige oder nahestehende Personen. Die Anzahl der Beschäftigten mit Pflege- und Fürsorgeverantwortung für nahestehende Personen nimmt durch den demographischen Wandel und den Fachkräftemangel in der Pflege zu.

Pflegende Mitarbeitende sind oft schwer belastet. Je höher die Anforderungen der Pflege oder Fürsorge, desto weniger können die Angestellten ihrer Lohnarbeit nachkommen.

Den Unternehmen gehen damit wertvolle Fach- und Arbeitskräfte verloren. Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gelingt, wenn die Arbeitsbedingungen und die Pflegesituation aufeinander abgestimmt sind und Unterstützung beim Zugang zur Versorgungsinfrastruktur gegeben wird. Das bedeutet für familienfreundliche Unternehmen eine neue und erweiterte Ausrichtung auf die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.

Betriebliche Pflegelots*innen übernehmen eine wichtige Funktion: Sie sind erste Ansprechpersonen, wenn Angehörige von Beschäftigten pflegebedürftig werden oder vermehrte Hilfe zur Bewältigung des Alltags brauchen. Sie stehen Betroffenen zur Seite, hören zu, was diese brauchen, kennen regionale Unterstützungsstrukturen und verfügen über Informationsmaterial.

Neben dieser wichtigen Lotsenfunktion, machen sie das Thema Pflege im Betrieb sichtbar. Sie führen zum Beispiel Veranstaltungen durch, entwickeln Angebote und informieren.

Die RKW Servicestelle Beruf und Familie und das Berufsförderungswerk Friedehorst haben in Kooperation einen Qualifizierungslehrgang für betriebliche Pflegelots*innen durchgeführt.

Wir laden Sie herzlich zur öffentlichen Abschlussveranstaltung ein.

Programm

10.00

Begrüßung

Rena Fehre, Leitung RKW Servicestelle Beruf und Familie

 

Impulsvortrag „Vereinbarkeit von Beruf und Pflege – wie Betriebe unterstützen können“

Corinna Schwedhelm, Projektreferentin Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“, DIHK Service GmbH

10.45

Was machen Pflegelotsen – einige Worte zum Lehrgang

Kirstin Fossgreen, wissenschaftliche Mitarbeiterin, RKW Servicestelle Beruf und Familie

 

Ausstellung: Pflegelots*innen präsentieren Angebote für Betriebe / Gallery-Walk, Möglichkeit zum Austausch und Gespräch mit den Teilnehmenden des Lehrgangs

Übergabe der Abschlusszertifikate

 

11.45

Podiumsgespräch: „Beruf und Pflege aus der Tabuzone holen“

  • Corinna Schwedhelm, Projektreferentin Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“, DIHK Service GmbH
  • Dr. Kai Huter, Referentin für Arbeitsschutz- und Gesundheitspolitik, Arbeitnehmerkammer Bremen
  • Lena Murken, Leitung Friedehorst Kolleg
  • Torsten Knief, Pflegelotse und Vorsitzender des Betriebsrats, Vitakraft
  • Sandra Michaela Veith, Pflegelotsin, team neusta

Moderation: Kirstin Fossgreen

ab 12.15

Ausklang beim gemeinsamen Umtrunk, Imbiss und Netzwerken

Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit