Die Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette zu achten, ist eine Aufgabe, der sich deutsche Unternehmen zukünftig intensiv widmen müssen. Durch das im Juni 2021 vom Bundestag beschlossene Lieferkettensorgfalts­pflichtengesetz (»Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten«) treten ab 2023 anspruchsvolle gesetzliche Anforderungen in Kraft.

Im Rahmen des Lehrgangs »Fachkraft für menschen­rechtliche Sorgfaltspflichten in Lieferketten (IHK)« erhalten die Teilnehmer*innen Kenntnisse und Metho­den an die Hand, die es ihnen ermöglichen, die Inhalte des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes im eigenen Unternehmen umzusetzen.

Der Lehrgang wurde durch das Bremer entwicklungs­politische Netzwerk e.V. (BeN) gemeinsam mit der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven und Bremer Unternehmen konzipiert.

Er beschäftigt sich über einen Zeitraum von drei Monaten mit den aktuellen Gesetzesanforderungen und Grundlagen menschenrechtlicher Sorgfalt sowie den individuellen Umsetzungsmöglichkeiten im Unternehmen. Die Durchführung erfolgt durch das BeN und ausgewiesene Expert*innen.

Die Teilnehmenden erwartet eine Kombination aus Workshops, Expert*innen­Vorträgen, Projektarbeit im eigenen Unternehmen und Erfahrungsaustausch.
Der Lehrgang wird sowohl virtuell als auch in Präsenz­veranstaltungen durchgeführt. Es besteht die Möglich­keit, das IHK-Lehrgangszertifikat »Fachkraft für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in Lieferketten (IHK)« zu erwerben.

Inhalte

  • Modul 1: Gesetzliche Grundlagen menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten
  • Modul 2: Anforderungen an das Risikomanagement und Umsetzung einer Risikoanalyse
  • Modul 3: Management zur systematischen Umset­zung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten
  • Modul 4: Veränderungsmanagement und Stake­holder-­Einbindung in Unternehmen
  • Modul 5: Abschluss

Die Module werden durch Praxisphasen ergänzt, in denen Erlerntes im eigenen Arbeitskontext umgesetzt wird.

Zielgruppe:

Der Lehrgang richtet sich vorrangig an Mitarbeiter*in­nen Bremer Unternehmen aus dem Einkauf oder dem Management, an CSR­ und Nachhaltigkeitsbeauf­tragte, Menschenrechtsbeauftragte und Compliance ­Beauftragte. Die Teilnehmenden sollten ein grund­legendes Interesse an der Auseinandersetzung mit menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in Lieferketten mitbringen und offen für Austausch mit anderen Unternehmen sein. Weitere Qualifikationen sind für die Teilnahme nicht erforderlich.

Termine:

  • 25. November 2021, 9.00 – 16.00 Uhr
  • 26. November 2021, 9.00 – 16.00 Uhr
  • 09. Dezember 2021, 15.00-16.30 Uhr (online)
  • 16. Dezember 2021, 9.00 – 16.00 Uhr
  • 17. Dezember 2021, 9.00 – 16.00 Uhr
  • 13. Januar 2022, 15.00-16.30 Uhr (online)
  • 20. Januar 2022, 9.00 – 16.00 Uhr
  • 21. Januar 2022, 9.00 – 16.00 Uhr
  • 04. Februar 2022, 9.00 – 16.00 Uhr

Ort:

Bis auf die Online-Termine wird die Durchführung in Präsenz angestrebt. Alle Präsenztermine finden in Bremen und gemäß aller zu diesem Zeitpunkt gültigen Coronavorschriften statt.

Erwerb des IHK-Lehrgangszertifikat:

Bei erfolgreicher Teilnahme am Abschlusstest sowie einer Anwesenheit während des Lehrgangs von mindestens 80 Prozent erfolgt die Ausstellung des Lehrgangszertifikats „Fachkraft für menschenrechtliche Sorgfaltspflichten in Lieferketten (IHK)“.

Kosten:

Die Kosten betragen 2.000,- Euro für kleine Unternehmen (mit max. zehn Mitarbeitenden) und 3.000,- Euro für größere Unternehmen (ab elf Mitarbeitenden). Der Preis gilt pro Veranstaltungsteilnehmer*in für 72 Unterrichtseinheiten.

Anmeldung per E-Mail an: johanna.zschornack(at)ben-bremen.de

Veranstalter: Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V. 

Die Veranstaltungsbeschreibung können Sie hier als PDF herunterladen.