RKW Servicestelle Deutsch am Arbeitsplatz bildet Sie zu Sprachcoaches weiter

Sprachcoaching – eine lösungsorientierte Kurzzeit-Unterstützung

Sie sind es gewohnt, Ihre Ratsuchenden oder Teilnehmenden dabei zu unterstützen, sich zu orientieren, kommunikative Kompetenzen zu erweitern oder sich vorzubereiten: auf Prüfungen, auf Arbeit, Ausbildung, Studium.

Dabei fällt Ihnen immer wieder auf: Sprachkurse spielen eine zentrale Rolle beim Spracherwerb, aber wenn es um die Vorbereitung auf die Arbeitswelt geht, bieten sie für spezifische Lernbedarfe und Fragestellungen nicht genügend Raum.

Sprachcoaching ist eines der individuellen Instrumente, mit denen Sie Menschen mit einer anderen Muttersprache als Deutsch unterstützen können, sprach- oder kommunikationsbezogene Anliegen zu bearbeiten, individuelle Lösungsoptionen zu ermitteln und geeignete Strategien zu erproben.

Da das Instrument des Sprachcoachings nicht nur hoch effektiv ist, sondern hohe Anforderungen an Fachlichkeit, Selbstverständnis und pädagogische Haltung des Sprachcoaches stellt, führt die „RKW Servicestelle Deutsch am Arbeitsplatz“ die 5 Module umfassende Basis-Fortbildung zum Sprachcoach (nach dem Bielefelder Modell) durch.

Vorgeschaltet ist dieser Fortbildung ein Orientierungsworkshop, bei dem Sie die Möglichkeit haben,

  • mehr über das Instrument, seine Voraussetzungen und Einsatzmöglichkeiten zu erfahren
  • diese Anforderungen mit Ihrem beruflichen Profil, Ihren persönlichen Stärken und Ihrer aktuellen beruflichen Entwicklung abzugleichen
  • die Ansprechpersonen kennenzulernen, die Sie während der Fortbildung begleiten werden.

An wen richtet sich die Sprachcoaching-Fortbildung?

Die Fortbildung ist offen für Personen, die in Bremen leben und/oder arbeiten. Sie ist zugeschnitten auf zwei Zielgruppen:

Lehrkräfte und Trainer*innen für Deutsch als Zweitsprache,

  • die mehrjährige und fundierte Unterrichtserfahrung mitbringen
  • die lieber Arbeitsblätter gestalten als kopieren
  • und die davon überzeugt sind, dass jede Person den Schlüssel für die eigenen Herausforderungen in sich trägt.

Sozialpädagog*innen sowie Coaches,

  • die mehrjährige Arbeitserfahrung mit der Begleitung Zugewanderter mitbringen,
  • die idealerweise Personen beim Einstieg in die Arbeitswelt unterstützt haben.

Wie können Sie sich bewerben?

Da die Fortbildung anspruchsvoll ist und umfangreichen Zeiteinsatz voraussetzt, gehen wir gemeinsam durch einen sorgfältigen Auslotungsprozess, bei dem sowohl Sie als auch wir zur Entscheidung kommen, ob eine Teilnahme für Sie zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist.

Der erste Schritt: Sie schicken bis zum 11.03.2021 Motivationsschreiben sowie Lebenslauf an Claudia Oefele (oefele(at)rkw-bremen.de). Bis zum 15.03.2021 erhalten Sie eine Rückmeldung, ob Sie am folgenden Orientierungsworkshop teilnehmen können.

Der zweite Schritt: In einem eintägigen Orientierungsworkshop haben Sie die Möglichkeit, Ihre Erwartungen zu überprüfen und Fragen zu stellen. Individuelle Gespräche im Anschluss sind möglich, falls der Entscheidungsfindungsprozess noch nicht abgeschlossen ist.

Der dritte Schritt: Die Fortbildung findet an fünf Wochenenden statt. Flankiert wird sie durch Selbstlernphasen, durch Arbeits-, Beobachtungs- und Reflexionsaufgaben.

Alle Termine im Überblick:

20. März 2021

9.30 Uhr – 16.00 Uhr

Orientierungsworkshop

 

16./17. April 2021

Modul 1

Sprachcoaching: Zwischen Beratung, Begleitung und Coaching

4./5. Juni 2021

Modul 2

Lernorientierung im Kontext: Der gemeinsame Weg zum Ziel

2./3. Juli 2021

Modul 3

Methodenkoffer & Werkzeugkoffer: Gut ausgestattet für die Praxis

1./2. Oktober 2021

Modul 4

Als Sprachcoach unterwegs: Kompetenzen sichern und erweitern

5./6. November 2021

Modul 5

Von Fall zu Fall: Von der Theorie zur Praxis und zurück

10./11. Dezember 2021

optionales Erweiterungsmodul 1

Thema nach Bedarf

Weitere Informationen zur RKW Servicestelle Deutsch am Arbeitsplatz bekommen Sie hier.



Die RKW Servicestelle Deutsch am Arbeitsplatz wird gefördert durch die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa sowie durch den Europäischen Sozialfonds.