Impulsprogramm Materialeffizienz
Die stärkere Verbreitung des Impulsprogramms Materialeffizienz in den Regionen ist das Ziel des Modellprojekts "Impulse für eine höhere Materialeffizienz in ausgewählten Bundesländern". Es ist im Februar 2009 gestartet und läuft bis August 2009. Die Federführung hat das RKW Kompetenzzentrum. Das RKW Niedersachsen und weitere Landes-RKW`s bringen als regionale Partner ihre engen Kontakte zu Betrieben, Beratern und wirtschaftsnahen Einrichtungen in das Projekt ein. Das BMWi fördert das Projekt, das in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Materialeffizienzagentur (demea) durchgeführt wird. Deshalb weisen wir im Folgenden auf das Impulsprogramm hin.
Das Impulsprogramm zur Verbesserung der Materialeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird seit 1. Januar 2009 mit neuen Richtlinien zur einzelbetrieblichen Beratung (VerMat) und zur Förderung von Materialeffizienznetzwerken (NeMat) bis 31. Dezember 2013 fortgesetzt. Es gibt einige Verbesserungen in den Förderkonditionen, die das Programm noch attraktiver machen.
1. Ausgaben für die Erstberatung in Form einer Potenzialanalyse werden zukünftig in einem größeren Umfang bis zu einer Höhe von 30.000 € gefördert:Die ersten 15.000 € Beratungskosten werden wie bisher mit 67% gefördert.Weitere 15.000 € werden dann noch mit 50% gefördert.Die Zeitdauer für die Durchführung einer Potenzialanalyse wurde auf 2 Monate erhöht.Dadurch wird der Tatsache Rechnung getragen, dass mittlere Unternehmen eine umfangreichere Produktion als Kleine besitzen und die obligatorischen Beratungsinhalte wie quantitative Darstellung der Stoffströme, Ermittlung von innerbetrieblichen Materialverlusten, Ermittlung von Einsparpotenzialen, Bewertung und Planung von Maßnahmen zur Realisierung der Einsparpotenziale deswegen aufwändiger sind.Bei den mehr als 250 Potenzialanalysen in der ersten Phase des Impulsprogramms wurden durchschnittliche jährliche Einsparpotenziale von 220.000 € pro Unternehmen aufgezeigt. Bezogen auf die Unternehmensumsätze lag das durchschnittliche jährliche Einsparpotenzial bei bemerkenswerten 2,5%. Mit anderen Worten: Durch die Erschließung dieser Einsparpotenziale beim Material konnten die Unternehmen ihre Umsatzrendite um 2,5% erhöhen.
2. Die Vertiefungsberatung bietet den Unternehmen:Unterstützung bei der Detailplanung der Maßnahmen zur Realisierung der Einsparpotenziale,Beratung über die Finanzierungsmöglichkeiten ggf. erforderlicher Investitionen zur Umsetzung der Einsparmaßnahmen,umfassende fachliche Begleitung der Unternehmen während der Umsetzungsphase.Die Vertiefungsberatung kann in mehreren Teilberatungen durchgeführt werden. Der Fördersatz beträgt 33%.Die Förderung von Erst- und Vertiefungsberatung ist bis zu einem Gesamtumfang von 100.000 € möglich und bietet daher für die überwiegende Zahl von Unternehmen einen hinreichend großen Rahmen.
Weitere Informationen:
Deutsche Materialeffizienzagentur, VDI/VDE Innovation + Technik GmbH, Steinplatz 1, 10623 Berlin,
Hotline: 030 310078 220
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Harm Wurthmann